Gefechtsstand Shukows 1945 auf dem Reitweiner Sporn

Shukows Beobachtungspunkt auf dem Reitweiner Sporn. Hier steht der Marschall am 16. April 1945 und überwacht den Großangriff seiner Truppen auf die Seelower Höhen. Hier befindet sich der vorgeschobene Gefechtsstand von Generaloberst Wassili Tschuikow, der von hier aus die Kampfhandlungen seiner 8. Gardearmee leitet. Wer heute an diesem Platz steht, dessen Blick ist auf die Seelower Höhen und auf das Oderbruch ist von Bäumen versperrt.

Befehlsstand Shukow

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Panorama : originaler Standort 1945

Auf dem Reitweiner Sporn, oberhalb der Kommandounterstände der sowjetischen Truppenführer unter Generaloberst Tschuikow, entsteht bis Anfang April 1945 dieser Gefechtsstand. Wann das obere Bild entsteht, ist nicht mit Sicherheit zu bestimmen. Daß es am Morgen des 16. April, dem Beginn das Großangriffs auf die Seelower Höhen, entstanden sein soll, ist fraglich. Wassili Tschuikow berichtet selbst von diesem Ereignis in einem wenig strahlenden Bild:
„Ich weis nicht, wie es an anderen Frontabschnitten gewesen ist, aber bei uns stießen die mächtigen Strahlenbündel der Scheinwerfer auf einen Vorhang von Pulverqualm, Rauch und Staub, der sich über den deutschen Stellungen erhob. Sie vermochten ihn nicht zu durchdringen. Für uns war die Beobachtung des Gefechtsfeldes sehr erschwert. Da wir obendrein Gegenwind hatten, war die Höhe 81,5 mit unserem Gefechtsstand bald so eingehüllt, daß wir überhaupt nichts mehr sahen und uns in der Truppenführung auf die Funksprechverbindung und die Ordonnanzoffiziere verlassen mussten“.


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Luftbild : vogeschobener Gefechtsstand bei Reitwein

Reitwein gehört zu den ersten, im Februar 1945 westlich der Oder von der Roten Armee besetzten Ortschaften. Im Laufe der schweren Kampfhandlungen kann die Wehrmacht es nie mehr zurück erobern. Wenn auch immer sehr hart und schwer umkämpft, ständig das Ziel deutscher Gegenstöße und Angriffe, verläuft die Front nunmehr voll durch Reitwein. Langsam verlegt sich die Hauptkampflinie nach Süden in den Reitweiner Sporn; denn hier bietet sich den Angreifern ein perfektes Sprungbrett auf den Höhenrücken entlang des Oderbruchs. Wer die Höhe 81,5 leicht südlich Reitweins in Besitz hat, der verfügt über einen vorteilhaften Ausgangspunkt für weitere Operationen.
Nur im Winter, bei entlaubten Bäumen, sind heute die Laufgräben und Beobachtungsstände des sowjetischen Befehlsstandes zu entdecken. Diese Aufnahme entsteht genau 70 Jahre nach dessen Bau.

Luftbild

Quellen

  • Brennendes Oderland, Fritz Kohlase
  • Der Kampf um die Seelower Höhen, Karl Stich
Schlachtfeld